Home » Hirntod - Schmerzen und Reflexe by Fagge Rel
Hirntod - Schmerzen und Reflexe Fagge Rel

Hirntod - Schmerzen und Reflexe

Fagge Rel

Published
ISBN :
Kindle Edition
23 pages
Enter the sum

 About the Book 

Aus dem Inhalt:...Es waren diese wenigen, aber schier endlosen Stunden, in denen man nicht wusste, was passieren würde. Würde man die erste Nacht schon in der eigenen Zelle verbringen? Hier gab es nämlich keine Betten. Wann gab es was zu Essen?WannMoreAus dem Inhalt:...Es waren diese wenigen, aber schier endlosen Stunden, in denen man nicht wusste, was passieren würde. Würde man die erste Nacht schon in der eigenen Zelle verbringen? Hier gab es nämlich keine Betten. Wann gab es was zu Essen?Wann durfte man Tabak oder Zigaretten kaufen? Mit welchem Zellengenossen hatte man das Vergnügen, sich eine Zelle zu teilen?Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit, vor zwanzig Jahren waren die Zeiten ziemlich hart, ob das immer noch galt? Schwule, Mörder, Kinderficker, Bankräuber, rücksichtslose Gewalttäter, dreckige, hinterhältige Giftler, die für ein bisschen Alk oder Dope beinahe alles taten. 23 Stunden entweder allein auf der Zelle oder mit irgendwelchen kaputten Gestalten. Und ich war nicht mehr der Jüngste….Beim letzten Mal war einer auf der Gemeinschaftszelle, der sich nach seiner Entlassung aus dem Zuchthaus mit dem Taxi abholen ließ. Nach 40 km Fahrt ließ er den Fahrer anhalten und wollte ihn berauben. Ruckzuck war er wieder da!Der Penner, der als Wiederholungstäter zum x-ten Mal irgendwo ein Bier geklaut hatte und froh war um ein Winterquartier. Das sich zwar aufgrund seiner Vorstrafen länger hinzog als geplant, aber ihm war´s recht.......................Diese Schweine! Da lag ein Mädchen, irgendwas zwischen 8 und 12, soweit ich das aus dem, was ich sah, beurteilen konnte. Da lag das, was von einem Mädchen noch übrig war. Und das war verdammt wenig. Ich hatte wirklich mit mir zu tun. Kotzen? Bloß nicht! Wegschauen? Nein! Ich hätte beinahe vor Wut aufgeheult und geweint.Nein, sowas ist nicht möglich, weil Leute wie ich solche Geschäfte mit machen. Sowas ist möglich, weil Leute wie er erst so ein System entwickelt haben, das solche Geschäfte möglich macht. Damit beruhigte ich mich zuerst.Der Mensch verträgt fast alles, wenn er weiß, warum. Sei mit dir und deinen Taten im Reinen und du wirst keine Probleme haben. Egal, was du tust. Aber das war hier war der Hammer. Ich werde schon wütend, wenn ich auf einem Friedhof an der Ehrentafel für gefallene und fern der Heimat verbuddelte Soldaten vorbei komme.Mit welchem Recht schickt ein Staat junge Menschen in den Tod?Ich hatte früher keine Probleme damit, andere blutig zu schlagen. Ich hatte keine Probleme, Tote bei irgendwelchen Unfällen zu sehen. Aber das hier? Mein Gott!Ich stellte mir vor, dass ihre Geschwister oder ihre Eltern sie so sehen mussten.Das macht einen doch fertig für den Rest des Lebens.Trotzdem: für mich galt – Schnauze halten! Jeder ist sich selbst der Nächste!Die konnten mir nichts. Das hier nur war nur der Versuch, mich zu schwächen, zu demoralisieren, meine Wut zu entfachen – eigentlich egal, wie ich es nannte. Man wollte mich manipulieren, damit ich Auskünfte gab. Blöd nur, dass ich fast gar nichts sagen konnte, selbst wenn ich gewollt hätte.Der Beamte stand an meiner Seite. „Helfen Sie uns! Helfen Sie uns Herr Steidle.Wir haben den Verdacht, dass dieses Mädchen keines natürlichen Todes starb.Und wir haben Informationen, dass Organe von Kindern für sehr viel Geld gehandelt werden. In die ganze Welt! Helfen sie uns!“„Das ist noch nicht alles!“, sagte der Mann in weiß, von dem ich annahm, dass er der Doc war. Seine Stimme wurde lauter. „Noch eine?“ Wissen sie überhaupt, was hier abgeht? Was hier insgesamt los ist?“Ich schaute immer noch auf diesen zerstückelten und zerschnitten Torso mit dem halben Kinderkopf und einem Auge. Sogar der Unterkiefer fehlte. Oberkiefer zahnlos.Nackt.